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Evangelisch-methodistische Kirche Aarberg |
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EMK |
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Entstehung
der KircheDie Wurzeln der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) sind im 18. Jahrhundert in England zu finden. Der Name ist von der geschichtlichen Herkunft zu verstehen. Der Gründer, John Wesley (1703-1791), hatte nicht vor, eine neue Kirche zu gründen. Zunächst verlief seine Laufbahn ganz in den Bahnen eines zukünftigen Geistlichen der Kirche von England. Allerdings zeichnete er sich schon als Student durch eine besondere geistliche Disziplin und durch soziales Engagement aus. Aber erst im Alter von 35 Jahren, nach der Erfahrung schmerzlichen Versagens als Missionar in Amerika, kam sein Durchbruch für sein künftiges Wirken. In einer besonderen Stunde erlebte er die Wahrheit der reformatorischen Botschaft von Rechtfertigung allein aus Glauben und aus Gnaden für sich ganz persönlich. Das trieb ihn dazu, diese Botschaft gerade auch solchen Menschen zu verkünden, die von der Kirche nicht erreicht wurden. Er begann als anglikanischer Pfarrer auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel zu verkünden. "Wenn die Leute nicht mehr in die Kirche gehen, muss die Kirche zu den Leuten kommen". Drei Kennzeichen seines Wirkens:
1. John Wesley sammelte
die Menschen, die von seiner Verkündigung angesprochen wurden,
in Seelsorgegruppen und Gemeinschaften, in denen Glaubenden und Suchende
einander begleiteten. Dies sollte nicht eine neue Kirchengründung
werden, sondern in ökumenischer Weite geschehen.
2. Er sah Gottes heilende
Handeln nicht nur in der Rechtfertigung, d.h. der gnädigen Annahme
durch Gott und der Vergebung der Sünden, sondern auch in der
Heiligung, d.h. in der Gestaltung eines Lebens durch Gottes Gnade.
3. Er hielt die soziale
Verpflichtung als Grundeigenschaft des Christseins und setzt sich
Zeit seines Lebens für die Armen ein. Der Zusammenklang dieser
drei Merkmale gab seiner Theologie ein eigenes Profil.
In der Schweiz gibt es ca. 130 Gemeinden und rund 11.000 Mitglieder und Freunde
der EMK. Weltweit ist die United Methodist Church in ca. 100 Ländern
zu finden, ihr gehören über 60 Millionen Mitglieder und Freunde
an.
Unser Glaube ist in der Bezeichnung "Evangelisch" beschrieben. Es ist das Glaubensbekenntnis der christlichen Kirchen, wie es im Apostolischen Glaubensbekenntnis der früheren Christenheit zum Ausdruck kommt. Es gehört heute noch zu den Grundlagen der Evangelisch-methodistischen Kirche, dass der Glaube als ein Vertrauen, dass von Herzen kommt, verstanden werden muss. Es geht dabei also nicht um eine intellektuelle Zustimmung zu kirchlichen Glaubenssätzen. Die Liebe Gottes und seine Gnade gilt allen Menschen. Deshalb sind unsere Veranstaltungen für alle Menschen zugänglich. Wir wollen Menschen ermutigen diesen Gott kennen zu lernen. Gemeinsam wollen wir unterwegs sein, einen praktischen Glauben, einen Glauben der von Herzen kommt, zu leben.
Mit Christen aus anderen Kirchen bekennen wir unseren Glauben an den dreieinigen
Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wir halten fest am Glauben, dass Jesus
Christus durch seine Menschwerdung, seinen Tod und Auferstehung, den Menschen
in das alte ursprüngliche Schöpfungsbild (Gott-Mensch) der Beziehung
zurück führen will. Diese Umkehr geschieht durch den Glauben an
Jesus Christus, der uns durch seinen Tod in ein neues Licht des Lebens stellt.
Der Glaube an Jesus ist nicht nur an das Diesseits, sondern auch auf das
Jenseits ausgerichtet. Die Evangelisch-methodistische Kirche ist als Gemeinschaft
von Gläubigen ein Teil der weltweiten Kirche.
Die Evangelisch-methodistische Kirche ist eine Freikirche, welche im Evangelischen Kirchenbund, im Ökumenischen Rat der Kirchen, in der evangelischen Allianz und in anderen kleinen christlichen Arbeitsgremien involviert ist. Als Freikirche sind drei Merkmale ersichtlich.
1. In die EMK wird
man nicht "hineingeboren". Wer der EMK beitreten will,
tut dies aus freien persönlichen Entscheidung heraus.
2. Die EMK erhebt
keine Kirchensteuer. Die Kirche lebt von freiwilligen Gaben ihrer
Mitglieder und Freunde.
3. In ihrer Arbeit
vor Ort ist die EMK sehr stark auf die freiwillige Mitarbeit ihrer
Gemeindeglieder angewiesen. Diese Mitarbeit kommt in vieler Hinsicht,
in der Kinderarbeit, sozial-diakonischer, organisatorischer und geistlicher
Art zum Tragen.